Jahresrückblick 2018

GHV Villingen vertieft Freundschaft mit Schweizer Zähringerstädten

Gruppenfoto vor der römischen Siedlung im Aventikum südlich von Murten  Bild: GHV
Gruppenfoto vor der römischen Siedlung im Aventikum südlich von Murten Bild: GHV

 

Der Geschichts- und Heimatverein Villingen machte sich vom 17.05 bis zum 19.05 auf, den Spuren der Zähringer zu folgen. Die Exkursion stand unter dem Motto:      ein „Besuch bei Freunden“, 48 Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereines unter

der Führung Ihres Reiseleiters und Organisators Roland Brauner, Mitglied des

Beirates, besuchten die Zähringerstädte Murten, Fribourg und Bern.

In einer dreitägigen Bildungreise wurden die Villinger in allen drei Städten von

Repräsentanten mit einem Apero begrüsst und in die Geschichte und Politik der

Städte eingeführt. Murten war die erste Station, Stadtammann Christian

Brechbühl hob besonders die sehr guten Beziehungen zwischen den Städten hervor

und würdigte die Arbeit des GHV Villingen. In allen Städten wurden die Kenntnisse

durch Stadtführungen aufgefrischt und neue Aspekte beleuchtet. Im Mittelpunkt

standen dabei die Gemeinsamkeiten der Zähringerstädte. Freundschaft lässt sich

am besten in geselliger Runde vertiefen, ein Käsefondue, eine Weinverkostung in

einem der kleinsten Weinbaugebiete der Schweiz, dem Vully sowie einen schönen

Grillabend, der vom ehemaligen Stadtschreiber der Stadt Murten, Urs Höchner und

seiner Frau Ruth, für die komplette Reisegruppe in einer Forsthütte vorbereitet

wurde, gab dem Abend eine besondere Note.

Weitere Highlights der Reise waren dann der Besuch in Fribourg, der Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, wo die Gruppe nach einer Stadtführung von den Stadträten Frau Burgener Woffrey und Herr Nobs im altehrwürdigen Bürgerkeller im Spital empfangen wurden und der Besuch der Landeshauptstadt Bern, wo ebenso nach einer  interessanten Stadtführung ein Empfang im Erlacherhof (altehrwürdiger Sitz des Stadtpräsidenten) durch Herrn Sterchi, dem Repräsentationsbeauftragten

der Stadt Bern, auf dem Programm stand.

Nach vielen positiven Eindrücken und einem guten Gefühl, dass die Verwandtschaft der Zähringer immer noch besteht machte sich die Gruppe auf dem Heimweg.

Es sei schön zu sehen, wie gut die partnerschaftlichen Kontakte zwischen den

Zähringerstädten sind, so Reiseleiter Roland Brauner. Aus Partnerschaft, sei

inzwischen eine tiefe Freundschaft zwischen den Städten, besonders aber

zwischen den Menschen entstanden. In einer Zeit, in der vieles ungewiss werde,

sei es von besonderer Bedeutung, diese Freundschaft zu pflegen und das

Verbindende zu betonen.

Hintergrund:

Roland Brauner war schon mit den Stadtführern der Stadt Villingen-Schwenningen zu Besuch in Murten und beim Zähringernarrentreffen zur 1200 Jahr Feier durfte er

für die Stadt VS Repräsentanten der Zähringerpartnerstädte begleiten. Er

bekam großartige Unterstützung durch die Stadt VS, namentlich der

Verantwortlichen für den Austausch Renate Belz, ebenso hatte er mit Urs Höchner

einen kompetenten vor Ort, der ihn mit seiner großen Erfahrung geholfen hat.

                                                                                                                                     Werner Echle

Tagesexkursion nach Stuttgart

Karl Rombach (unten rechts) empfing die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Foto: CDU Foto: Schwarzwälder Bote
Karl Rombach (unten rechts) empfing die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Foto: CDU Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen. Die Besucher des Geschichts- und Heimatsvereins Villingen warfen jetzt einen Blick hinter die Kulissen des Landtages in Stuttgart.

Nach einer Führung durch den Landtag stand Karl Rombach (CDU) als Abgeordneter des Wahlkreises Villingen-Schwenningen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, wurde rege genutzt. Im Fokus standen aktuelle Themen wie der Lückenschluss B 523/B 33 und die Gewährleistung der Barrierefreiheit. Besonders interessiert waren die Besucher, wie die Entscheidung der Priorisierung des Lückenschlusses bei der Umsetzungskonzeption des Bundesverkehrswegeplans 2030 zu Stande gekommen ist.

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Geschichtsverein steht vor einem Generationswechsel

"Den Blick für die Schönheit unserer Stadt deutlich zu machen, dafür steht die Wächterfunktion des Geschichts- und Heimatvereins Villingen".Edgar Tritschler, der neue Vizevorsitzende Bild: Roland Dürrhammer
"Den Blick für die Schönheit unserer Stadt deutlich zu machen, dafür steht die Wächterfunktion des Geschichts- und Heimatvereins Villingen".Edgar Tritschler, der neue Vizevorsitzende Bild: Roland Dürrhammer

Das Jahr 2019 wird bedeutsam. Denn Werner Echle gibt den Vorsitz ab – und der Verein feiert sein 50-Jähriges.

Villingen-Schwenningen (rod) In den Monaten Februar und März ist für viele Vereine die Zeit, in der sie ihre Jahreshauptversammlungen abhalten. Die Vereinsvorstände legen Rechenschaft über das vergangene Jahr ab, Regularien bestimmen die Tagesordnung, so steht es in den Satzungen. Bei den einen eine Pflicht, die in kurzer Zeit abgehandelt wird, andere gönnen den Mitgliedern eine Pause, weil sich die Berichte oftmals zu arg in die Länge ziehen. Einen guten Mittelweg gab es bei der Jahreshauptversammlung des Geschichts- und Heimatvereins Villingen.

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Edgar Tritschler rückt ins Führungsteam

Wechsel an der Spitze des Geschichts- und Heimatvereins Villingen: der bisherige zweite Vorsitzende Andreas Flöß (von links) und sein Nachfolger Edgar Tritschler, der Vorsitzende Werner Echle und Schriftführerin Helga Echle. Foto: Zieglwalner Schwabo
Wechsel an der Spitze des Geschichts- und Heimatvereins Villingen: der bisherige zweite Vorsitzende Andreas Flöß (von links) und sein Nachfolger Edgar Tritschler, der Vorsitzende Werner Echle und Schriftführerin Helga Echle. Foto: Zieglwalner Schwabo

Große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus: Der Geschichts- und Heimatverein Villingen hat die Weichen für einen Generationswechsel an der Führungsspitze gestellt.

VS-Villingen. Schon dieses Jahr begann sich das Personalkarussell bei der Hauptversammlung am Mittwoch-abend im Hotel Diegner zu drehen: Edgar Tritschler tritt die Nachfolge des bisherigen zweiten Vorsitzenden Andreas Flöß an, der als Fraktions-sprecher der Freien Wähler stark gefordert ist und deshalb zurücktrat, dem Verein aber im Beirat erhalten bleibt. Und der Vorsitzende Werner Echle kündigte an, dass er nächstes Jahr endgültig nicht mehr zur Wahl steht.

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Zähringer, Staufer und der obere Neckarraum im hohen Mittelalter.

Vortrag von Michael Buhlmann beim Geschichts- und Heimatverein Villingen am 28. Februar 2018  

Im Geschichts- und Heimatverein ist Michael Buhlmann, Historiker und Mathematiker, als Autor und Referent wohlbekannt.

Bei seinem diesjährigen Vortrag stellte er einem zahlreich erschienenen Publikum die politischen Verhältnisse in unserer Region im hohen Mittelalter dar. Für diese bildete das Herzogtum Schwaben als Teil des ostfränkisch-deutschen Reiches vom 10. bis zum 13. Jahrhundert den herrschaftlichen Rahmen. Das Königtum nutzte hier Möglichkeiten politischer Einflussnahme, etwa als Kaiser Otto III. dem Zähringergrafen Bezelin 999 das Marktrecht für seinen Ort Villingen verlieh. In der Zeit des Investiturstreits (1075-122) kam es zu einer Zweiteilung des Herzogtums, ein staufisches und ein zähringisches Herrschaftsgebiet traten bis ins 13. Jahrhundert in Konkurrenz zu einander. Der oberen Neckarraum

einschließlich der Baar mit dem zähringischen Villingen und dem schwäbischen

Vorort Rottweil bildete dabei die Kontakt- und Übergangszone der beiden

Bereiche. Hier setzten sich nach dem Tod des letzten Zähringerherzogs Berthold

V. (1186-1218) die staufischen Herrscher durch, Rottweil und Villingen wurden

zu Königsstäd­ten. Mit dem Un­tergang der staufischen Königsdynastie wiederum

kam auch das schwäbische Herzogtum 1268 an sein Ende. Aus Rottweil wurde eine spätmittelalterliche Reichsstadt, Villingen hingegen war eingebunden in die

Landesherrschaft der Grafen von Fürstenberg und ging 1326 aus dieser an die

Habsburger über, während sich der obere Neckarraum territorial aufsplitterte. Die Idee eines schwäbischen Herzogtums lebte indes im späten Mittelalter weiter, ohne je verwirklicht zu werden. 1495 entstand das Herzogtum Württemberg - aber das war nun eine ganz andere Geschichte, die nicht mehr auf Schwaben und seine Herzöge im hohen Mittelalter verweist.

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Vortrag von Ignaz Bender: Der Weg zu einer besser geordneten Welt

Über diesen Titel seines heraus-gegebenen Buches referierte Ignaz Bender, langjähriger Kanzler der Uni Trier, im Rahmen einer Veranstaltung des Geschichts-und Heimatvereins Villingen. 

Eine Reihe internationaler Begegnungen hat ihn dazu veranlasst darüber nachzudenken ob man z.B. hinnehmen muss, dass pro Tag 6 Milliarden Euro für Soldaten, Waffen, Witwen und Waisen und Verwundete ausgegeben werden, dass wir zunehmend in einer Gesellschaft leben, in der Terror herrscht, wir Probleme mit Unbildung und Umweltverschmutzung haben, und wir seit 70 Jahren mit dem Alptraum der atomaren Zerstörung leben müssen.

 

Bender zeigte einen Weg auf, wie dies verhindert werden könnte: Ein globaler Verfassungswechsel. Die 195 Staaten müssten ein Minimum an Souveränität aufgeben um ein Minimum an Weltautorität zu ermöglichen. Er zitierte dazu Victor Hugo: „Es kommt der Tag, an dem die Gewehre und Kugeln durch Gemeinschaft und gemeinsame Verfassung ersetzt wird".

 

Es braucht eine Weltrechtsordnung, eine Weltrepublik mit einem Welt-parlament, das aber nicht von „oben", sondern von „unten", von dem Bürgertum geschaffen wird, – vom Völkerrecht zum Weltrecht.

 

Der Weg, um dieses zu erreichen, richtet sich an alle Parlamente der Welt, an die großen Religionsgemeinschaften, ja laut Ignaz Bender könne jeder einzelne etwas dazu tun, z.B. durch Ansprechen der Abgeordneten, Leserbriefe usw.

 

Bender kämpft weltweit für seine Idee und erfährt schon bisher allseits große Zustimmung.

 

Nach den Ausführungen von Ignaz Bender schloss sich eine lebhafte Frage- und Antwortdiskussion an.

 

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Geschichts- und Heimatverein Villingen informiert sich im Druckzentrum Südwest

Foto: Mahlenbrei Schwarzwälder Bote
Foto: Mahlenbrei Schwarzwälder Bote

Beeindruckt vom Druckzen­trum Südwest auf Herdenen zeigten sich die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins Villingen (GHV), die an einer Besichtigung teilgenommen haben. Sie informierten sich über die Entstehung der Tageszeitung und anderer Druckerzeugnisse. Nach einem Film wurde die Gruppe ins Papierlager, zum Rollenwechsler und zu den Druckmaschinen geführt. Beeindruckend war für sie auch der vollautomatische Versand. 

 

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