Jahresrückblick 2019

Erwin Teufel hält ein flammendes Plädoyer für Europa

Überzeugend kommt die Rede von Ex-Ministerpräsident Erwin Teufel zum Thema Europa bei den zahlreichen Zuhörern an. Bild: Jörg-Dieter Klatt
Überzeugend kommt die Rede von Ex-Ministerpräsident Erwin Teufel zum Thema Europa bei den zahlreichen Zuhörern an. Bild: Jörg-Dieter Klatt

VON JÖRG-DIETER KLATT

Der Heimatverein lädt den Ex-Ministerpräsidenten ein und kann sich über große Resonanz freuen.

 

Der Geschichts- und Heimatverein Villingen hatte wohl mit weniger Besuchern gerechnet, musste zu Veranstaltungsbeginn noch nachstuhlen: Was die gut 130 Zuhörer dann geboten bekamen, war ein deutliches Plädoyer für ein geeintes Europa. Ex-Vereinschef Günter Rath hatte keinen geringeren als den ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel für einen Abend gewinnen können.

Bereits das Thema des Abends „Europa vom Kopf auf die Füße stellen“ verriet den Tenor der Ausführungen. Europa ist wichtig – bedarf aber grundlegender Korrekturen. In den gut 50 Minuten seiner Rede betonte Erwin Teufel immer wieder, dass er von der Idee eines geeinten Europas völlig überzeugt sei. Diese Überzeugung konnte man dem fast 80-jährigen Politiker ohne geringsten Zweifel abnehmen. Mimik und Gestik unterstrichen seine flammenden Worte. Und er verstand es, seine Zuhörer abzuholen – abzuholen in Villingen, das er „liebt“, das er über viele Jahre sein politisches Handeln hat spüren lassen.

 

mehr lesen unter Südkurier

mehr lesen

Tagesexkursion nach Freiburg

Vorstandsmitglied Helga Echle bedankt sich bei Frau Dr. Zimber und Dr. Krieger für die Führungen auf dem Alten Friedhof in Freiburg
Vorstandsmitglied Helga Echle bedankt sich bei Frau Dr. Zimber und Dr. Krieger für die Führungen auf dem Alten Friedhof in Freiburg

Es war eine Fahrt in den Frühling, die über 40 Mitglieder des GHV in der zweiten Osterwoche unter der Leitung von Dr. Gerhard Krieger in die Schwarzwaldhauptstadt führte. Zunächst wurde der Alte Friedhof der Stadt besucht mit seinen Grabmalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die die Glaubens- und Jenseitsvorstellungen aus jener Zeit eindrücklich in Wort und Bild aufzeigten. Die bereits üppig sprießende Vegetation dieser natürlich gehaltenen Parklandschaft bildete die ideale Kulisse für die Denkmale aus der Kunstepoche des Klassizismus und der Neugotik. Der Rundgang führte auch in die alte barock ausgestattete Friedhofskapelle mit ihrem bedeutenden Totentanz.

Am Nachmittag konnte dann in der Münsterbauhütte ein umfassender Eindruck von der Arbeit dieses uralten Handwerkbetriebs gewonnen werden, der seit gut 800 Jahren mit der Erbauung und dem Erhalt des Freiburger Münsters betraut ist. Hochinteressant war der Einblick in die Steinmetzwerkstatt und die Besichtigung des Münsterbaumuseums, das anschaulich über die Konstruktion des Kathedralbaus informierte, wobei viele ersetzte monumentale Originalskulpturen aus nächster Nähe zu bestaunen waren.

Genügend Zeit blieb nach den Führungen auch zu einem gemütlichen Bummel durch die Altstadt, um bei bestem Wetter das typische Freiburger Flair zu genießen.

Den runden Abschluss bildete am Abend die zünftige Einkehr in einer typischen Markgräfler Straußenwirtschaft in Heitersheim, die mit ihren köstlichen Spargelgerichten und dem dazu passenden Weinangebot begeisterte.

 

 

Gerhard Krieger

mehr lesen

Exkursion Kreta vom 5.-14.04.2019 GHV Villingen erforscht Kultur und Geschichte Kretas -der Wiege Europas-

Die Reiseteilnehmer auf der venezianischen Festungsruine in Rethymnon Foto: Echle
Die Reiseteilnehmer auf der venezianischen Festungsruine in Rethymnon Foto: Echle

Unter der Führung des beliebten Reiseleiters Klaus Weiss begab sich eine große Gruppe des GHV auf eine 10-tägige Studienreise auf die Insel Kreta, auf der die erste europäische Zivilisation, die minoische Kultur entstand. Sie wurde benannt nach dem sagenhaften König Minos, dem Sohn des Zeus und der Europa, der unser Erdteil den Namen verdankt. Der Mythos um Zeus begleitete die Reisegruppe immer wieder, so auch bei den Besuchen der beiden Zeus-Grotten.

Die Teilnehmer besichtigten die Zeugnisse der wechselvollen Geschichte Kretas wie z.B. die ehemaligen Paläste von Knossos, Malia und Phaestos. Die Spuren der kretischen Geschichte führte die Besucher weiter in die griechisch-römische Epoche mit den Ruinen von Gortys und in die byzantinische Zeit mit einzigartigen Kirchen und Klosteranlagen, darunter das Kloster Moni Arkadi, das berühmt ist als Zentrum des Kampfes gegen die Türken. Venezianische Loggien und die Fortezza in Rethymnon zeigten, dass Venedig über viele Jahrhunderte die Herrin der Insel war. Städte wie Chania und Rethymnon mit der Veli Pascha-Moschee geben ein Bild aus der türkischen Epoche, von der sich die Insel in blutigen Aufständen befreite. Sehr betroffen waren die Teilnehmer von einem Besuch auf dem Soldatenfriedhof von Maleme, der ein Zeugnis der deutschen Besetzung durch die Wehrmacht ist.

Im Archäologischen Museum in Heraklion, das die vollständigste und bedeutendste Sammlung minoischer Kunst beherbergt, entdeckten die Besucher 4000 Jahre alte Figuren, deren Kopfschmuck doch sehr an die Villinger Radhaube erinnerte.

Natürlich durften auch Proben der kretischen Küche nicht fehlen, so z.B. der Besuch bei einem „Baklava“-Bäcker und bei einem Bauern, der in freier Natur zeigte, wie der typische kretische Bergkäse hergestellt wird.

 

So schloss die Rundfahrt alle kretischen, geschichtlichen Epochen ein, legte aber doch den Schwerpunkt auf die minoische Kultur.

Zum Abschluss der Exkursion blickte Helga Echle mit einem Gedicht auf das sehr interessante Programm zurück und dankte dem Reiseleiter Klaus Weiss.

 

mehr lesen

Jahreshauptversammlung 2019

Rupert Kubon übernimmt das Zepter

Vier Jahre lang war Werner Echle (rechts) Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Diegner wurde der ehemalige Oberbürgermeister Rupert Kubon zu seinem Nachfolger gewählt. Foto: Heinig Foto: Schwarz
Vier Jahre lang war Werner Echle (rechts) Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Diegner wurde der ehemalige Oberbürgermeister Rupert Kubon zu seinem Nachfolger gewählt. Foto: Heinig Foto: Schwarz

Stabwechsel beim Geschichts- und Heimatverein (GHV) Villingen: Mit 78 Ja-, fünf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde Ex-OB Rupert Kubon bei der Hauptversammlung zum neuen Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Werner Echle gewählt.

VS-Villingen. Das Versprechen, dass Kubon als Oberbürgermeister seinem ehemaligen Kämmerer gegeben hatte, löste er am Mittwochabend ein, stellte sich zur Wahl und die in überraschend großer Zahl im Hotel Diegner erschienenen Mitglieder nahmen sein Angebot an und wählten ihn zu ihrem Vorsitzenden. Zuvor hatte sich der studierte Historiker "erfreut und geehrt" gezeigt, dass man ihm das Amt angetragen hat, das er auch schon mit konkreten Projekten zu füllen antrat.

mehr lesen unter: Schwarzwälder Bote

Kappenabend in der Zehntscheuer

Die Hauptakteure und Initiatoren des Kappenabends Gunther Schwarz und Klaus Richter in Aktion
Die Hauptakteure und Initiatoren des Kappenabends Gunther Schwarz und Klaus Richter in Aktion

GHV: Große Begeisterung bei der

ersten Jubiläumsveranstaltung

Kappenabend in der Zehntscheuer

 

Der Kappenabend des GHV war ein großer Erfolg. Riesige Begeisterung bei den Teilnehmern.

Der Vorsitzende Werner Echle begrüßte auf närrische Art ein volles Haus im Fürstenbergsaal der Zehntscheuer.

Das Beiratsmitglied Gunther Schwarz hat seinen Vorschlag für diesen Kappenabend im

Jubiläumsjahr zusammen mit Klaus Richter, Heinrich Greif und Jörg Westermann, der die Technik im Griff hatte, geplant und organisiert. Frank Haas war für die Deko verantwortlich. Das war schon Garantie für einen tollen, stimmungsvollen Fasnetobed beim GHV.

Unterstützt wurden sie durch stimmungsvolle Auftritte von Michael Schonhardt und von Lady Gagack und den Südstadtfüchsen. Als neuer Fahnenträger -dem Logo des Vereins- entpuppte sich das Beiratsmitglied Roland Brauner

Ein besonderer Dank galt dem Team um Rita Schwarz, das die Teilnehmer mit Speisen und Getränken zu verwöhnte.

In dem fast dreieinhalb stündigen Nonstop- Programm unter dem Motto „Geschichte und Humor im Verein gemeinsam feiern“ wurde alles geboten um in Fasnetlaune zu kommen und die Geschichte von Villingen, des Vereins und der Fasnet hautnah kennenzulernen.

Der Geschichtsunterricht auf villingerisch und fasnachtlich vorgetragen, wird bei

den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.

Der musikalische Teil mit vielen auch alten Fasnetliedern, Lieder von Rudi Streit

und den Spittelsängern u. a. „Hät denn kon kon Kamm“ und das Lied der „Schöne alte Jungfere“ brachte immer wieder die Stimmung auf den Höhepunkt.

Beim Rückblick auf die Lieder der Spittelsänger glaubten viele Hans Meßmer wieder zu sehen, so echt spielte Klaus Richter den unvergesslichen Hans. Ein besonderer

schauspielerischer Genuss war auch sein Auftritt als OB Jürgen Roth.

Michael Schonhardt glänzte ganz besonders mit seinem Vortrag über die Villinger und ihre Art der Konversation. Er hatte die Lacher genauso auf seiner Seite wie die

drei Hauptakteure Schwarz, Richter und Greif bei ihren Auftritten aus früheren

Jahren.

Besondere musikalische Leckerbissen boten wieder einmal Lady Gagack und die

Südstadtfüchse die u.a. mit einem Geburtstagsständchen dem Verein zum 50.

Geburtstag gratulierten.

 

Werner Echle -ein gebürtiger Rietvogel war anschließend richtig glücklich nach diesem riesigen Erfolg für seinen Verein. Er freute sich mit den Akteuren und Helfern über die Begeisterung aller Teilnehmer, und dass sogar einige Nicht-Villinger den Kappenabend als bekennende Fasnachtsfans verließen.

 

Fotos: GHV

mehr lesen