Jahresrückblick 2017

Tagesexkursion nach Esslingen und ins Mercedes Benz Museum

Am Vormittag stand die Besichtigung der alten Reichstadt Esslingen auf dem Programm.

Esslingen wurde bereits im Jahre 777 urkundlich erwähnt, also 40 Jahre vor Villingen. Die Stadt gehörte im Mittelalter zu den „reichsten Städten“

in Deutschland und war dem Kaiser bzw. König direkt unterstellt. Den Reichtum verdanke die Stadt dem Wein und dem Neckar

Anfang der 14.ten Jahrhundert unterwarf Esslingen sogar Stuttgart.

Die Stadt wurde in im zweiten Weltkriegen nicht zerstört und hat somit noch heute ein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild.

Bei der Stadtführung erfuhren wir auch von der Sage, dass sogar der Teufel auf dem Markt in Esslingen war und in einen Apfel beißen wollte, eine Marktfrau ihn aber erkannte und ihm eine Zwiebel gab. Das Stadtbild hat die Reise-teilnehmer so beeindruckt, dass viele beschlossen nochmals hinzufahren.

 

Am frühen Nachmittag fuhr die Gruppe nach Stuttgart, um des Mercedes-Benz

Museum zu besichtigen.

Bei der Führung durch Museum erfuhren wir, dass dies daseinziges Museum der Welt ist, das die Autogeschichte vom ersten Tag seit 1886 bis heute lückenlos darstellen kann.

Eröffnet wurde dieses Museum 2006 und mehr als 8 Millionen Besucher haben es bisher besichtigt. Die 160 Fahrzeuge und 1.500 Exponaten, die in einer

beindruckenden Präsentation dargestellt werden, hat jeden der Reiseteilnehmer

begeistert. Besonders eindrucksvoll war die dargestellte Verbindung von der fortschreitenden Technik mit der geschichtlichen Entwicklung der letzten

100 Jahre.

mehr lesen

Fußwallfahrt auf den Dreifaltigkeitsberg

Pilgergruppe 2017                                                         Foto: Martin Disch
Pilgergruppe 2017 Foto: Martin Disch

Die Nacht war für 28 Gläubige aus der

Seelsorgeeinheit Villingen von Sonntag auf Montag kurz, denn um 1.30 Uhr

traf man scih am Bicken-kreuz zur Fußpilgerung auf den Dreifaltigkeitsberg oberhalb von Spaichingen. Diese Tradition geht

zurück auf ein Gelübde der Villinger nach der Erlösung von einer Viehseuche. An dieses Gelöbnis erinnert in der Wallfahrtskirche auch ein Votivbild von 1765. Dieses steht normalerweise auf der Empore, wurd aber

an diesem Tag im Altarraum aufgestellt. Die Fußwallfahrer bekamen durch

Dekan Josef Fischer den Reisesegen mit auf den Weg, ehe sie durch die

Dunkelheit marschierten. Im Schwenninger Moos wurden sie durch das

Gequake der Frösche unterhalten.

In Weigheim, als die Sonne gerade aufgegangen wa,r wurden die Pilger im

Gemeindehaus der dortigen Pfarrei St. Othmar zum Frühstück willkommen

geheißen. Man ließ sich die frischen Brezeln und den Hefezopf schmecken,

ehe die Wanderung über Schura nach Spaichingen weiterging. Wie

Wanderführer Konrad Flöß mitteilte , der mit der Wallfahrtsfahne die

Fußgruppe anführte, hat man vor 24 Jahren die Fußwallfahrt wieder

neubelebt. Das verstorbene Ehrenmitglied des Geschichts- und

Heimatvereins Villingen, Adolf Schleicher, war es, der die Initiative

übernahm. Bei Wind, Kälte und manchmal auch bei Regen, machen sich

Pilger seit dem am Montag nach dem Dreifaltigkeitsssonntag auf Schusters

Rappen auf die 33,5 Kilometer lange Strecke.In diesem Jahr spielte das

Wetter mit und die Wallfahrer kamen müde auf dem Berg rechtzeitig zum

Wallfahrtsamt an. Gerade die letzten drei Kilometer haben es in sich,

erhebt sich doch der Berg auf einer Anhöhe von knapp 1000 Metern.

Mittlerweile kamen auch weitere Pilger aus der Seelsorgeeinheit mit dem

Bus, Privat PKWs und Fahrrad an, so dass die Kirche mit 200 Villinger

gut gefüllt war, als Dekan Josef Fischer mit den beiden Pfarrern

Bernhard Eichkorn und Alfons Weißer, Diakon Horst Dyma und den

neugeweihten Diakon Simon Dreher, der aus Spaichingen stammt, die

Eucharistiefeier zelebrierte. .Pater Steve , ein Claretinerpatre, hielt

die Festpredigt zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit.Pater Superior

Alfons Schmid hieß die Villinger auf dem Berg herzlich willkommen und

freute sich, dass man seit über 200 Jahren das Gelübde einhält.

Die Pilgerwanderung von Villingen auf den Dreifaltigkeitsberg geht auf das

Jahr 1765 zurück, als in Villingen eine schwere Viehseuche drohte. Aus

Dankbarkeit, dass die Seuche doch glimpf lich abging, trugen Villinger Bürger

in jenen Zeiten ein Votivbild auf den Dreifaltigkeitsberg. Es zeigt die Krönung

Mariens durch die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Maria ist bekanntlich die

Schutzpatronin der Stadt Villingen. Im unteren Drittel des Bildes, vor dem

Gebirge (Schwarzwald), die Stadt, weidende Kühe und eine Gruppe betender

Menschen. Voran ein Priester gefolgt von Ratsherren und wohl herausragenden

Stiftern. Eine Inschrift auf dem Bild, das während des Jahres auf der Empore an

der Wand hängt und immer am Montag nach Trinitatis im Chorraum während des Pilgeramtes aufgestellt wird, trägt folgenden Wortlaut:

„Als ein Zeichen innigster Dankbarkeit gegen die Allerheiligste Dreifaltigkeit

hat eine gesamte Bürgerschaft der Kaiserlich vorderösterreichischen Stadt

Villingen wegen crasierender Viehsuchts diese tafel verlobt 1765.“

1983 wurde dieses Bild im Auftrag der Münstergemeinde restauriert.

Die 28 Fußwallfahrer, die um 1.30 Uhr am Bickenkreuz in Villingen

starteten , kamen nach 8 und1/2 Stunden und einer Wegstrecke von 34

Kilometer müde auf dem Dreifaltigkeitsberg an, wo man mit weiteren

Pilgern das Wallfahrtsamt feierte. Das einst von den Villingern gestiftete Votivbild war im Altarraum aufgestellt und wurde von vielen bestaunt.

Martin Disch

mehr lesen

Sonderexkursion nach Berlin

Im Reichstag        Foto: Werner Echle
Im Reichstag Foto: Werner Echle

GHV Villingen: Berlin war eine Reise wert

 

Die Teilnehmer des Geschichts- und Heimatvereins waren begeistert vom vielseitigen Programm der sechstägigen Exkursion nach Berlin, die der Vorsitzende geplant und vorbereitet hat.

Neben dem Besuch im Deutschen Bundestag und einem Gespräch mit dem Wahlkreisabgeordneten Thorsten Frei, standen die Geschichte Berlins, Preußens und Deutschlands, sowie die Kultur im Mittelpunkt. Die Führung im Bundeskanzleramt wurde leider wegen des Besuchs des neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron bei Bundeskanzlerin Angela Merkel abgesagt.

Bei den Stadtrundfahrten in Berlin und nach Potsdam zeigte der Reiseführer nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern wusste viel zu erzählen über die Geschichte Berlins, als Handelsstadt, als kurfürstliche Residenzstadt mit den Hohenzollern, als königliche Hauptstadt, als kaiserliche Hauptstadt, als Weltstadt der Weimarer Republik bis zur Nachkriegsgeschichte mit Nationalsozialismus, Besetzung, Spaltung, Mauerbau, Kalter Krieg, Fall der Mauer bis in die heutige Zeit. Außerdem erfuhren die Teilnehmer vieles über die Menschen in Berlin, über die vielen unterschiedlichen Stadtteile und deren Bewohner. Eine Führung auf dem Prenzlauer Berg und der Besuch in den Hackeschen Höfen verdeutlichten die Vielseitigkeit Berlins. Eine Schifffahrt auf der Spree rundete diesen Teil des Programms ab.

Ein Tag war dem Besuch der Museen auf der Museumsinsel vorbehalten.

Durch die günstige Lage des Hotels in der Nähe der Gedächtniskirche war es jedem möglich, Sehenswürdigkeiten oder kulturelle Veranstaltungen zu besuchen.

Dr. Rolf Wagner dankte zum Abschluss der Reise im Namen der Teilnehmer dem Vorsitzenden Werner Echle und seiner Frau Helga herzlich für diese gelungene Exkursion.

 

Helga Echle

   

 

mehr lesen

Tagesexkursion nach Staufen und Munzingen

Vor dem Rathaus in Staufen
Vor dem Rathaus in Staufen

Die Stadt Staufen, die Zähringer, die Badische Revolution und Johann

Georg Faust

 

Die erste Tagesexkursion in

diesem Jahr führte den GHV unter Leitung von Werner Echle in die geschichts-trächtige Stadt Staufen und nach Munzingen.

 

Bei der Stadtführung in Staufen erkannte man immer wieder Ähnlichkeiten mit Villingen. Die Stadt wurde im Jahr 770 n.Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadternennung durch die Staufer, die wohl durch Förderung der Zähringer nach Staufen kamen, erfolgte im 14. Jh. Staufen wurde 1602 österreichisch und ging 1806 an das Großherzogtum Baden. Haupteinnahmequelle war der Silberbergbau.

Bekannt wurde Staufen durch die Schlacht um Staufen im Jahr 1848, in der die badischen Freischärler von den badischen Truppen besiegt wurden. Berühmtester Einwohner Staufens war `Johann Georg Faust, jener sagenumwobene „Magier, Alchimist, Heilkünstler und Hellseher“, der trotzdem nicht gesellschaftsfähig war.

Er starb vor 500 Jahren in Staufen.

 

Der zweite Teil der Exkursion galt dem Weinbau. Durch Vermittlung und Leitung von Uwe Lauinger besuchte man das Weingut Clemens Lang in Munzingen. Herr Lang führte die Gruppe durch seine Anlagen am Tuniberg, erklärte die alternativen Möglichkeiten mit hohem Wert auf ein gesundes Gleichgewicht an Ökologie und Ökonomie. Im schönen Ambiente im Weinkeller unter dem Rathaus genoss man die abschließende Weinverkostung.

 

                                                                                                                                                                                   Werner Echle

mehr lesen

Vortrag: Dr. Gerhard Krieger "Sie sind nicht tot, sie schlafen nur"

Der „Alte Friedhof in Freiburg“ eine besondere Kostbarkeit der Stadt

Davon konnten sich die zahlreichen Besucher des Bilder-Vortrags unseres

Vereinsmitglieds Dr. Gerhard Krieger überzeugen.

Er erzählte mit beeindruckenden Fotos und passender Hintergrundmusik über dieses Natur- und Kulturdenkmal mit überregionaler kulturhistorischer Bedeutung. Es war ein virtueller Gang durch ein Dokument für Kunst, Geschichte, Geistes-haltung und Glaubenseinstellung der Menschen in der damaligen Zeit. Die Fotos aus den vier Jahreszeiten mit sehr unterschiedlichen, beindruckenden Ansichten von Natur in Verbindung mit Grabdenkmalen haben die Teilnehmer bewegt. Viele davon wollen diese Kostbarkeit besuchen. Großer Beifall war dem Referenten gewiss.

                                                                                                                                     Werner Echle

 

mehr lesen